Frankfurter Rundschau vom 17.12.03:
Zwei Vereine rücken näher zusammen
Fuß- und Handballer bauen gemeinsames Vereinsheim
Mit dem Bau eines gemeinsamen Vereinsheims ziehen in Petterweil Handballer und Fußballer an einem Strang.

VON BERND SCHMID
Karben · 17. Dezember · "Es wird einmal ein Schmuckstück werden", freut sich Ottmar Rückl. Und diese Vorstellung von dem künftigen Vereinsheim ist es auch, die den Vorsitzenden des Fußballvereins in Petterweil und einige Mitstreiter Samstag für Samstag an den neuen Sportplatz treibt. Seit einem Jahr geht das so, seit Dezember 2002 arbeiten sie in dem Gebäude. An diesem Tag wird gerade der helle und große Vereinsraum mit Holz verkleidet. Reichlich Platz bedeutet aber auch reichlich Arbeit, dabei sind die Fußballer dieses Mal gerade mal zu dritt. Eine Eingangstür weiter in dem in Block-Bohlen-Bauweise errichteten Haus - das gleiche Bild. Auch hier werkeln Männer in Arbeitskleidung unentgeltlich zum Wohl des Vereins, ihres Vereins. Denn auch beim TV Petterweil, den Handballern, hatte man schon lange Bedarf für ein eigenes Vereinsheim.
Als die Fußballer dann die Initiative für das Projekt ergriffen, habe man sich zusammengetan, erzählen Werner Wiegand und Peter Schwind vom 800 Mitglieder zählenden Sportverein. Mit einem Zuschuss von 310 000 Euro legte die Stadt Karben den finanziellen Grundstock, den Rest bis zu ihren fertigen Vereinsheimen müssen die beiden Vereine aufbringen. Das allermeiste in Form von Eigenleistung. 3000 Arbeitsstunden hat Wiegand bislang aufgelistet. "Im Kern sind wir acht Leute, insgesamt haben 55 mitgearbeitet". Bislang ist man beim TV mit dem zur Verfügung stehenden Geld von der Stadt ausgekommen, an das Vereinsvermögen wolle man "nur ungern gehen", betonen die Vereinsvorständler. Große Rücklagen, auf die man im Notfall zurückgreifen könne, habe man erst gar nicht, sagt VfB-Vorsitzender Rückl. Sparen sei angesagt. So werde man aus Kostengründen auf eine neue Küche verzichten und die Einrichtung über das Internet zusammensuchen. 
Trainieren werden die vielen Gruppen und Mannschaften des TVP weiterhin in der Sporthalle, aber zum Schoppen nach den Spielen werden Aktive und Fans künftig an das andere Ende des Ortes fahren. Im größten Raum wird einmal eine kleine Küche samt Theke stehen - den Ausblick auf den derzeit noch jungfräulichen Sportplatz inklusive. Hier sollen künftig auch größere Versammlungen stattfinden, außerdem gibt es in den 120 Quadratmetern des TV noch mehrere kleine Räume für Sitzungen und Verwaltung. Auch laue Sommernächte können kommen. Ein überdachter Bereich erlaubt das Feiern im Freien. Und dass sie dazu einen Grund haben werden, davon gehen die Verantwortlichen des TVP aus. "Die Räume können dann auch für Privatfeiern angemietet werden", erläutert Wiegand, der seit 1992 dem Verein vorsteht und der jüngst für sein Engagement in Sport und Kommunalpolitik mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, das Nutzungskonzept. Wann sie mit ihrem neuen Vereinsheim fertig sind, wissen die engagierten Mitglieder auch schon genau. Am 15. März, für diesen Termin haben sie die Karbener Arbeitsgemeinschaft Sport zur ersten Sitzung im neuen Heim eingeladen. Dann habe man noch Zeit, die im August anstehenden Feierlichkeiten anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Handballabteilung von hier aus vorzubereiten. Und auch nebenan in den Räumen der Fußballer vom VfB arbeitet man auf einen Fertigstellungstermin hin. In die Rückrunde wolle man schon mit dem neuen Vereinsheim starten, sagt Rückl. Doch bis dahin gibt es auch bei dem A-Ligisten noch einiges zu tun.

Bleiben auf dem Teppich: Sarrocas "Höhenflieger"

"Das waren bloß drei Punkte zum Nichtabstieg, mehr nicht. Jetzt haben wir zehn Punkte auf dem Konto. Ergo fehlen uns noch 30 zu den angestrebten 40, die den Klassenerhalt bedeuten müssten", hat VfB Petterweils Trainer Andreas Sarroca auch nach dem 8:0-Husarenstück am Mittwochabend beim SV Leidhecken noch Bodenkontakt. "Abgehoben wird nicht. Dafür bin ich ja in erster Linie zuständig", so der Coach des frisch gebackenen Tabellenzweiten, bekanntlich erst im Sommer aufgestiegen!
Den Höhenflug will Sarroca keineswegs überbewerten: "Mit Ausnahme des SV Schwalheim hatten wir bislang nicht unbedingt die Topgegner. Leidhecken war unerklärlich schwach, die ließen uns schön gewähren. Keine Frage: Irgendwann werden für uns die ersten Niederlagen kommen - so sicher wie das Amen in der Kirche!"
Am Sonntag, wenn der Terminplan den VfB zum fehlgestarteten Bezirksliga-Absteiger FC Kaichen führt, soll die erste Saisonniederlage der Petterweiler aber bitteschön ausbleiben. "Wenn das auch für uns viel schwieriger als noch in Leidhecken wird", stuft Sarroca den FCK als robuste Einheit ein, bei der er "schon mit einem Punkt hochzufrieden wäre." Schließlich habe man mit dem 8:0 in Leidhecken selbst für eine möglicherweise unangenehme Begleiterscheinung gesorgt: "Spätestens jetzt wird uns jeder sehr ernst nehmen!"
In Kaichen werde man Özcan Simsek, der für die nächsten drei Wochen in Urlaub weilt, ersetzen müssen. Sarroca kann derweil im Angriff erneut auf Andreas Büttner ("Mit seinen 34 Jahren immer noch ein Angriffspfeil!") setzen, der in Leidhecken binnen 15 Minuten vier Mal am Stück traf und mit nun sieben Saisontreffern gemeinsam mit SV Echzells Oliver Eckl "ligaspitze" ist.

 Wetterauer Zeitung vom 22.08.03

Sarroca wähnt sich im Soll

Neu in der Klasse ist der Aufsteiger VfB-Petterweil. Nach einem Sieg gegen Blau-Gelb Friedberg und einem Unentschieden vor Wochenfrist in Schwalheim wird dort der Saisonstart auch als gelungen angesehen. "Die vier erspielten Punkte sind ein kleines Polster für den angestrebten Klassenerhalt", zieht VfB-Trainer Andreas Sarroca ein Zwischenfazit und fährt fort: "Der sonntägliche Gegner SSV Heilsberg ist in etwa unsere Kragenweite. Wir sollten die Aufstiegseuphorie nutzen, um möglichst viele Punkte frühzeitig einzufahren. Das heißt: punkten ist angesagt".

Im taktischen Bereich wollen die Petterweiler weitgehend eine defensive Variante wählen und mit ihren schnellen Spitzen zum Erfolg kommen. "Dies hat sich besonders am vergangenen Freitag beim 1:1 in Schwalheim gewährt, wo wir über unseren Möglichkeiten gespielt haben", so Sarroca. Derzeit fehlen den Petterweilern noch mit den Urlaubern Avdulj Groß und Joan Munoz wichtige Offensivkräfte. Auch wird am Sonntag der von Okarben gekommene Salman Virk, der sich bislang gut in das VfB-Spiel eingefügt hat, ebenso nicht zum Kader gehören wie der verletzte Christian Winter.

 Frankfurter Neue Presse vom 25.04.03

Da würde VfB-Coach Andreas Sarroca "glatt durchdrehen"...

Nur noch vier Spieltage stehen in der Fußball-Kreisliga B Friedberg (Gr. 2) aus, und noch immer ist im "Titel-Fernduell" zwischen dem FC Olympia Fauerbach (56 Punkte) und Verfolger VfB Petterweil (53) keine Entscheidung gefallen, wobei sich beide Kontrahenten in Sachen Torverhältnis praktisch nichts geben: Olympia +42, Petterweil +43. Die Entscheidung reift womöglich erst am 11. Mai heran, wenn sich die beiden Rivalen im direkten Vergleich in Petterweil messen.

Petterweils Trainer Andreas Sarroca muss für Sonntag improvisieren. Christian Winter (Bänderdehnung), Martin Schulz (privat verhindert) und Angreifer Andreas Büttner (weilt für die nächsten drei Wochen im Teneriffa-Urlaub) fehlen. Büttners Position neben Torjäger-Kollege Avdulj Groß wird Michael Schäfer übernehmen, der nach sechswöchiger (Fersen-) Verletzungspause ins Team rutscht.
Das jüngste 1:1 gegen die TSG Ober-Wöllstadt (der Tabellendritte hängt immerhin schon elf Punkte hinterher) hat dem VfB zumindest die Sicherheit gegeben, den Relegationsrang schon fest gebucht zu haben. "Jetzt wollen wir natürlich auch alles – den Titel", bekennt Sarroca. Wenn auch die Aussichten hierfür nicht die schlechtesten sind, bereitet ihm eine Sache dennoch heftige Bauchschmerzen: "Unsere miserable Chancenauswertung! Für mich wäre es eine Horrorvorstellung, die Runde punktgleich mit Fauerbach abzuschließen, aber wegen zwei fehlender Treffer nur Zweiter zu werden. Da würde ich glatt durchdrehen!"